Hauptsache die Einstellung stimmt

Was ist der Unterschied zwischen Kalibrieren und Justieren

Waagen sind Messgeräte die im Einsatz diversen Belastungen (mechanischen, chemischen und thermischen) ausgesetzt sind und daher auch abnutzen und sich verstellen können. Dadurch kann es im Laufe der Zeit dazu kommen, dass die Messergebnisse unpräziser werden und am Ende gar nicht mehr stimmen. Durch rechtzeitiges Kalibrieren und bei Bedarf auch Justieren kann man dafür sorgen, dass die Waage wieder exakte Messwerte liefert bzw. ausgemustert wird. Denn falsch wägende Waagen verursachen Kosten. Es kann z.B. mehr Abfall bei der Produktion anfallen, Nacharbeiten an den Produkten können notwendig werden oder es kann zu Rückrufaktionen kommen. Außerdem wird durch den Einsatz kalibrierter Geräte sichergestellt, dass die Messungen an einem Ort mit Messungen an einem anderen Ort kompatibel sind. 

Wie läuft der Vorgang des Kalibrierens ab?

Beim Kalibrieren (Einmessen) wird die Genauigkeit eines Messinstruments – in unserem Fall einer Waage – geprüft und dokumentiert. Es erfolgt kein Eingriff am Messgerät, sodass es nicht verändert wird. Lediglich die Abweichung vom Sollwert wird ermittelt. Dazu wird ein Objekt mit bekanntem Maß/Gewicht (Prüfgewicht) genommen und die Abweichung festgestellt. In einem Kalibrierschein werden die Messergebnisse und -unsicherheiten dokumentiert. Er bescheinigt auch die Rückführbarkeit auf das nationale „Normal“ und enthält Informationen über die eingesetzte Messtechnik und ihre Eigenschaften. Sollte die Waage ausserhalb der Toleranzen liegen, muss sie justiert werden. Die Intervalle für eine Kalibrierung sollten so gewählt sein, dass Risiko und Kosten im Gleichgewicht sind. Kalibrieren kann grundsätzlich jeder, der über die richtige Ausrüstung und das entsprechende Know-How verfügt.

Wenn Hand angelegt wird: Das Justieren

Erfolgt ein fachmännischer Eingriff am Messgerät um die Abweichungen vom Sollwert innerhalb zulässiger Toleranzen zu bringen, spricht man von einer Justierung. Dieser Eingriff kann das Messgerät verändern, wie z.B. bei einer analogen Waage das Neupositionieren eines Zeigers oder das Verstellen von Standfüßen zur Nivellierung einer Libelle. Das Messgerät/die Waage muss solange abgeglichen bzw. eingestellt werden, bis die Fehlergrenzen nicht überschritten werden. 

Ergebnisse Schwarz auf Weiss: Werks-, ISO- oder DAkkS-Kalibrierung?

Die Gewichte, die für Werks- bzw. ISO-Kalibrierscheine genutzt werden, unterliegen einer regelmäßigen Prüfmittelüberwachung. DAkkS- Kalibrierzertifikate können nur von DAkkS- akkreditierten Kalibrierlaboratorien erstellt werden. Das heißt, daß das Labor nach den DAkkS Normen kalibriert und alle Ansprüche an ein DAkkS Kalibrierlabor erfüllt. Das heißt z.B., dass  nur Gewichte verwendet werden, die auf die nationale „Normale“ zurückführbar sind. Dadurch erhält man international vergleichbare Zertifikate und es ist gewährleistet, dass alle relevanten Messgrößen einschließlich der Unsicherheit / Rückführbarkeit berücksichtigt wurden. 

 

 

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Passende Artikel
OIML M2 Blockgewicht, Gusseisen lackiert Blockgewicht
OIML M2
Blockgewicht 5 kg - 50 kg
Material: Gusseisen lackiert
ab 61,75 € 65,00 € *
Prüfgewicht, Knopfform, Klasse F2 Edelstahl feingedreht Feingewicht
OIML F2
Prüfgewicht - Einzelgewicht in Knopfform
Material: Edelstahl feingedreht 1 g - 50.000 g
ab 18,05 € 19,00 € *
Gussgewicht 500 g M3 Klasse Handelsgewicht
OIML M3
Handelsgewicht in Knopfform oder zylindrisch
Material: Gusseisen lackiert 100 g - 10 kg
ab 11,40 € 12,00 € *
F1 Einzelgewicht, Knopfform, Messing vernickelt Einzelgewichte
OIML F1
Bauform: Knopfform
Material: Messing vernickelt
ab 21,85 € 23,00 € *

Top