Bei der Parallelschaltung werden mehrere Wägezellen so verbunden, dass ihre Signale gemeinsam ausgewertet werden. Das ist typisch für Waagen mit mehreren Wägepunkten (z.B. Plattform-, Behälter- oder Fahrzeugwaagen).
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Schaltung einer Wägezelle
Die Parallelschaltung von Wägezellen wird eingesetzt, wenn mehrere Wägepunkte gemeinsam ein Gewicht erfassen sollen – beispielsweise bei Plattformwaagen, Behälterwaagen oder Fahrzeugwaagen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Wägezellen korrekt parallel geschaltet werden, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und worauf bei Auswahl und Ersatz zu achten ist.
Parallelschaltung von Wägezellen
Mehrere DMS-Wägezellen lassen sich elektrisch parallel verschalten. Für den fachgerechten Anschluss wird in der Praxis ein Klemmkasten für Wägezellen verwendet.
Alternativ können digitale Kabelkästen eingesetzt werden. Diese wandeln das Signal der einzelnen Wägezellen direkt um und ermöglichen den Anschluss an:
- Waagenanzeigen
- SPS-Steuerungen
- Industrie-PCs
Auch DMS-Messverstärker oder Wägetransmitter erlauben die direkte Parallelschaltung mehrerer Wägezellen.
Hinweis zum Gesamtwiderstand: Bei parallel geschalteten Wägezellen sinkt der Gesamtwiderstand – er ist immer kleiner als der kleinste Einzelwiderstand. Das ist der wesentliche Unterschied zur Reihenschaltung (dort steigt der Gesamtwiderstand durch Addition der Einzelwiderstände).
BOSCHE Wägezellen werden typischerweise mit 5 VDC Speisespannung betrieben und besitzen einen Ausgangswiderstand von ca. 350 Ohm. Standard-Waagenelektronik ermöglicht den Anschluss von bis zu vier Wägezellen. Spezielle Wägetransmitter erlauben sogar den Betrieb von bis zu 16 Wägezellen (z.B. bei Fahrzeugwaagen).
Voraussetzungen für das Parallelschalten von Wägezellen
Geeigneter Wägezellentyp
Nicht jede Wägezelle ist für eine Parallelschaltung geeignet. Besonders bewährt haben sich Scherstabwägezellen wie die K30S von BOSCHE.
Alle parallel geschalteten Wägezellen müssen identisch sein in Bezug auf:
- Nennlast
- Nennkennwert (z.B. 2,0 mV/V)
- Ausgangswiderstand
- Genauigkeitsklasse
Abweichungen können im Kabelkasten über einen Signalabgleich korrigiert werden.
Voraussetzungen für das Parallelschalten von Wägezellen
Geeigneter Wägezellentyp
Nicht jede Wägezelle ist für eine Parallelschaltung geeignet. Besonders bewährt haben sich Scherstabwägezellen wie die K30S von BOSCHE.
Alle parallel geschalteten Wägezellen müssen identisch sein in Bezug auf:
- Nennlast
- Nennkennwert (z.B. 2,0 mV/V)
- Ausgangswiderstand
- Genauigkeitsklasse
Abweichungen können im Kabelkasten über einen Signalabgleich korrigiert werden.
Typische Einsatzbereiche
Eine Parallelschaltung kommt immer dann zum Einsatz, wenn mehrere Lastpunkte vorhanden sind, beispielsweise:
- Behälterwaagen mit vier Füßen
- Bodenwaagen
- Silowaagen
- Fahrzeugwaagen
Für optimale Messergebnisse empfiehlt es sich, Wägezellen anhand des Messprotokolls möglichst gleichwertig auszuwählen. Beispiel für einen Nennkennwert:
Nennkennwert: 2,0 mV/V ± 0,004 mV/V
Vorteile vorsortierter BOSCHE Wägezellen
Industriewaagen von BOSCHE verwenden vorsortierte Wägezellen. Das bedeutet:
- Jede Wägezelle wird einzeln eingemessen
- Die Messwerte werden dokumentiert
- Wägezellen einer Charge werden exakt gruppiert
Der große Vorteil: In vielen Fällen ist kein zusätzlicher Signalabgleich notwendig. Das Ergebnis sind hochpräzise und stabile Messergebnisse.
Ersatzwägezellen in Parallelschaltungen
Fällt eine einzelne Wägezelle aus, müssen folgende Werte bekannt sein:
- Nennkennwert (mV/V)
- Toleranzbereich
- Genauigkeitsklasse
- Nennlast
BOSCHE verfügt über einen umfangreichen Lagerbestand an Wägezellen, sodass passende Ersatzwägezellen schnell bereitgestellt werden können.
Was ist das besondere an BOSCHE Wägezellen?
Geprüfte Qualität | Hochpräzise | Zertifiziert nach OIML R60
Wägezellen von BOSCHE entsprechen höchsten Qualitätsstandards. Unsere Kunden bestätigen dies durch eine jahrelange Zusammenarbeit. Alle unsere Scherstab Wägezellen werden einzeln eingemessen, zertifiziert und vorsortiert. Nur so können wir genaueste Messergebnisse mit unseren Waagen erreichen. Hohe Präzision weit über den eichfähigen Bereich hinaus. Standardmäßig haben unsere Wägezellen eine Teilung von 3.000 Teilen. Dies entspricht einer Kennwerttoleranz von ± 0,003 bzw. 2mV/V (± 0,003).
Modernste Fertigungsverfahren und eine ständige Qualitätssicherung halten dieses Niveau schon seit über 20 Jahren hoch.
FAQ: Parallelschaltung von Wägezellen
Ein Kabelkasten ist sinnvoll, wenn mehrere Wägezellen an eine Waagenanzeige, SPS oder einen Messverstärker angeschlossen werden. Er erleichtert die Verdrahtung und ermöglicht oft einen Signalabgleich, um kleine Unterschiede zwischen den Wägezellen auszugleichen.
Wichtig ist, dass die Wägezellen hinsichtlich Nennlast, Nennkennwert (mV/V), Genauigkeit und Ausgangswiderstand zueinander passen. Zusätzlich sollte die mechanische Konstruktion eine saubere Krafteinleitung sicherstellen, damit keine parasitären Kräfte das Messergebnis verfälschen.
Bei einer Parallelschaltung teilt sich der Strom auf mehrere Zweige auf. Dadurch wird der Gesamtwiderstand kleiner – er ist immer kleiner als der kleinste Einzelwiderstand der parallel geschalteten Wägezellen.
Der Signalabgleich ist das Ausgleichen kleiner Signalabweichungen zwischen parallel geschalteten Wägezellen, damit alle Wägepunkte gleichmäßig zur Gesamtmessung beitragen. Das erfolgt häufig über den Kabelkasten oder über geeignete Waagenelektronik.
Ja – wichtig ist, dass die Ersatzwägezelle zu den vorhandenen Wägezellen passt (Nennlast, Nennkennwert, Toleranz/Genauigkeit, Ausgangswiderstand). Idealerweise liegen Messprotokoll/Datenblatt vor, damit die Werte vergleichbar sind.
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