Die passende Genauigkeitsklasse richtet sich nach der Ablesbarkeit (d) und dem Wägebereich Ihrer Waage – nicht nach dem, was „am genauesten" ist. Analysenwaagen mit sehr feiner Ablesbarkeit benötigen Prüfgewichte der Klassen E1 oder E2, Präzisionswaagen meist F1 oder F2, während für Industrie- und Handelswaagen in der Regel M1 bis M3 ausreichen. Faustregel: Das Prüfgewicht sollte um ein Vielfaches genauer sein als die geforderte Prüftoleranz Ihrer Waage. Nutzen Sie unseren Auswahl-Assistenten für Prüfgewichte – dort ermitteln Sie anhand von Wägebereich und Ablesbarkeit in wenigen Schritten die passende Klasse. Bei Unsicherheit beraten wir Sie auch gerne persönlich.
Prüfgewichte
Justiergewichte und Prüfgewichte werden zum Prüfen und Justieren / Kalibrieren von elektronischen Waagen (z.B. Industriewaagen, Hängewaagen, Präzisionswaagen usw.) wie z.B. bei Routineprüfungen eingesetzt. Die Firma BOSCHE bietet für jede Waage und Anwendung das passende Prüfgewicht / Gewichtsset an. Verschiedene Materialien wie Gusseisen, Edelstahl oder Messing sowie Formen wie Blockgewichte, Feingewichte oder eine Plättchenform sind erhält lich. Optional können Sie zu Ihren Einzelgewichten und Gewichtssätzen auch das passende Etui erhalten. Weiterlesen...
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Das passende Prüfgewicht
Richtig ausgewählte Kalibriergewichte sind Voraussetzung für die Justage und Kalibrierung von Waagen. Die regelmäßige Kontrolle mit Prüfgewichten sichert Ihre Qualitätsansprüche und hilft, QM-Ziele zuverlässig einzuhalten.
Grundregel: Eine Waage kann nie genauer sein als das zur Justierung verwendete Gewicht – entscheidend ist immer die Toleranzklasse.
Beispielrechnung
- Wägebereich (Max): 2.000 g (2 kg)
- Ablesbarkeit (d): 0,01 g (10 mg)
- Gewichtsgröße: 2 kg (identisch mit dem Wägebereich)
- Erforderliche Genauigkeit: ca. ±10 mg
- Ergebnis: Genauigkeitsklasse F1
Große Auswahl für jede Anwendung
Wählen Sie aus verschiedenen Materialien und Genauigkeitsklassen für höchste Präzision. Unser Auswahl-Assistent hilft Ihnen, in wenigen Schritten das richtige Gewicht zu finden – oder kontaktieren Sie uns für eine persönliche Beratung.
Wie werden die benötigten Nennwerte (Gewichtsgrößen) festgelegt?
Die Minimalprüfung
Es ist möglich, mit lediglich EINEM Prüfgewicht (Nennwert) nahezu alle messtechnischen Prüfungen für den Wägebereich auszuführen. Der Nennwert des externen Justiergewichtes wird dazu meistens verwendet (schauen Sie in Ihre Bedienungsanleitung oder auf die mitgelieferte Bediensoftware Ihrer Waage). Zu beachten ist, dass der Nennwert immer höher als 80% der Höchstlast ist.
Die Komplettprüfung
Wollen Sie den Wägebereich (Messbereich) Ihrer Waage auf Anforderungen im maximalen Bereich überprüfen, eignet sich dieses Verfahren hervorragend. Dazu benötigen Sie Prüflasten mit 25%, 50%, 75% und 100% (bzw. min. 80%) der Höchstlast.
Die höchste Prüflast von 100% bzw. mindestens 80% sollte keine Kombination aus verschiedenen Gewichtsstücken sein, sondern aus EINEM Gewichtsstück bestehen.
Da das Wiegen ein hochsensibler technischer Bereich ist, kommt es beim Umgang mit Prüfgewichten verständlicherweise auf höchste Genauigkeit an. Um eine möglichst allgemeingültige Normierung auf diesem Gebiet sicherzustellen, hat die „Organisation Internationale de Métrologie Légale" (OIML) die Richtlinie R111-2004 erarbeitet und herausgegeben. Sie wird in ca. 100 Staaten angewendet.
Nach dieser Richtlinie sind folgende 7 Genauigkeitsklassen festgelegt:
E1
Prüf-, Eichgewichte für Kalibrierung und Qualitätssicherung von Waagen mit einer Schrittzahl > 1 000 000
Material: Edelstahl, magnetische Polarisation, μ0M < 2,5 µT, Milligrammgewichte in Drahtform. Im Zusammenhang mit den Prüfgewichten sollte immer ein DAkkS-Kalibrierschein verwendet werden.
Bei der Erstprüfung von E1-Gewichten wird eine Volumenbestimmung gemacht.
E2
Prüf-, Eichgewichte für Kalibrierung von Feinwaagen (Klasse I) mit einer Schrittzahl < 1 000 000
Material: Edelstahl, magnetische Polarisation, μ0M < 8 µT, Milligrammgewichte in Drahtform.
Die Genauigkeitsklasse E2 mit den entsprechenden Gewichtsstücken ist für hochauflösende Analysenwaagen vorgesehen, welche der Eichklasse I ≥ 100.000 e angehören.
F1
Justier-, Prüf-, Kalibrierinstrumente für Handelswaagen (Klasse II) mit einer Schrittzahl < 300 000
Material: Edelstahl, höchste magnetische Polarisation, μ0M < 25 µT, Milligrammgewichte in Plättchenform.
Die Genauigkeitsklasse F1 mit den dazugehörigen Prüfgewichten gilt für Analysenwaagen und Präzisionswaagen der Eichklassen I/II ≤ 100.000 e.
F2
Justier-, Prüf-, Kalibrierinstrumente für Handelswaagen (Klasse II) mit einer Schrittzahl < 100 000
Material: Edelstahl, magnetische Polarisation, μ0M < 80 µT, Milligrammgewichte in Plättchenform.
Mit den Prüfgewichten der Genauigkeitsklasse F2 werden Präzisionswaagen der Eichklasse II ≤ 30.000 e geprüft.
M1
Eichgewichte als Kalibrierinstrumente für Handelswaagen (Klasse III) mit einer Schrittzahl < 30 000
Material: Edelstahl, magnetische Polarisation, μ0M < 250 µT, Blockgewichte aus Gusseisen.
Mit den Prüfgewichten der Genauigkeitsklasse M1 sind Industrie- und Handelswaagen der Eichklasse III ≤ 10.000 e nachzuprüfen.
M2
Prüfgewichte zur Prüfung von Handelswaagen (Klasse III) mit einer Schrittzahl < 10 000
Material: Messing (feingedreht, Knopfform) bzw. Gusseisen (Blockgewichte). Mit den Prüfgewichten der Genauigkeitsklasse M2 sind Handelswaagen der Klassen III und IV mit Auflösung n = 5.000 d zu überprüfen.
M3
Handelsgewichte als Prüfinstrumente für Handelswaagen (Klasse III) mit einer Schrittzahl < 3 000
Material: Messing (feingedreht, Knopfform) bzw. Gusseisen (Blockgewichte).
Mit Prüfgewichten der Genauigkeitsklasse M3 werden mechanische Tafelwaagen und Dezimalwaagen nachgeprüft.
Erklärung zu den Klassen
Es ist leicht erkennbar, dass die Toleranzklasse E1 für Präzisionsgewichte gilt, die am genauesten sind, denn sie hat den kleinsten Toleranzbereich. Bei den nachfolgenden Toleranzklassen vergrößert sich dieser Toleranzbereich stufenweise. Die letzte Spalte zeigt die Toleranzklasse M3 mit dem größten Toleranzbereich.
Den angegebenen Nennwerten kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Diese Nennwerte geben jeweils das kleinste und das größte zulässige Gewicht nach der Klasse dieser festgelegten Norm R111-2004 an. Außerhalb dieser Bereiche dürfen die Toleranzwerte nicht extrapoliert werden.
Beispiel:
Das kleinste Gewicht der Klasse M3 ist 1 g, während das größte Gewicht der gleichen Klasse 5000 kg beträgt.
Fehlergrenzen bei Gewichten – Fehlergrenzenklassen
Die Fehlergrenze eines Gewichtes entspricht der zulässigen Toleranz, also der größten zulässigen Abweichung vom Nennwert nach Plus und Minus. Die Fehlergrenzenklassen bei Gewichten sind streng hierarchisch gestuft und in der OIML definiert. Die folgende Tabelle zeigt die Fehlergrenzen gemäß der OIML-Richtlinie R111-2004:
| Nominalwert | Fehlergrenzenklassen für Gewichte nach OIML (Toleranzen ±) | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Massenormale u. Normalgewichte | Feingewichte | Präzisionsgewichte u. Handelsgewichte | |||||
| E1 | E2 | F1 | F2 | M1 | M2 | M3 | |
| 1 mg | ± 0,003 mg | ± 0,006mg | ± 0,020mg | ± 0,06mg | ± 0,20mg | ||
| 2 mg | ± 0,003 mg | ± 0,006mg | ± 0,020mg | ± 0,06mg | ± 0,20mg | ||
| 5 mg | ± 0,003 mg | ± 0,006mg | ± 0,020mg | ± 0,06mg | ± 0,20mg | ||
| 10 mg | ± 0,003 mg | ± 0,008mg | ± 0,025mg | ± 0,08mg | ± 0,25mg | ||
| 20 mg | ± 0,003 mg | ± 0,010mg | ± 0,03mg | ± 0,10mg | ± 0,3mg | ||
| 50 mg | ± 0,004 mg | ± 0,012mg | ± 0,04mg | ± 0,12mg | ± 0,4mg | ||
| 100 mg | ± 0,005 mg | ± 0,016mg | ± 0,05mg | ± 0,16mg | ± 0,5mg | ± 1,6mg | |
| 200 mg | ± 0,006 mg | ± 0,020mg | ± 0,06mg | ± 0,20mg | ± 0,6mg | ± 2,0mg | |
| 500 mg | ± 0,008 mg | ± 0,025mg | ± 0,08mg | ± 0,25mg | ± 0,8mg | ± 2,5mg | |
| 1 g | ± 0,010 mg | ± 0,03mg | ± 0,10mg | ± 0,3mg | ± 1,0mg | ± 3,0mg | ± 10mg |
| 2 g | ± 0,012 mg | ± 0,04mg | ± 0,12mg | ± 0,4mg | ± 1,2mg | ± 4,0mg | ± 12mg |
| 5 g | ± 0,016 mg | ± 0,05mg | ± 0,16mg | ± 0,5mg | ± 1,6mg | ± 5,0mg | ± 16mg |
| 10 g | ± 0,020 mg | ± 0,06 mg | ± 0,20mg | ± 0,6mg | ± 2,0mg | ± 6,0mg | ± 20 mg |
| 20 g | ± 0,025 mg | ± 0,08mg | ± 0,25mg | ± 0,8mg | ± 2,5mg | ± 8,0mg | ± 25mg |
| 50 g | ± 0,03 mg | ± 0,10mg | ± 0,3mg | ± 1,0mg | ± 3,0mg | ± 10mg | ± 30mg |
| 100 g | ± 0,05 mg | ± 0,16mg | ± 0,5mg | ± 1,6mg | ± 5,0mg | ± 16mg | ± 50mg |
| 200 g | ± 0,10 mg | ± 0,3mg | ± 1,0mg | ± 3,0mg | ± 10mg | ± 30mg | ± 100mg |
| 500 g | ± 0,25 mg | ± 0,8mg | ± 2,5mg | ± 8,0mg | ± 25mg | ± 80mg | ± 250mg |
| 1 kg | ± 0,5 mg | ± 1,6mg | ± 5,0mg | ± 16mg | ± 50mg | ± 160mg | ± 500mg |
| 2 kg | ± 1,0 mg | ± 3,0mg | ± 10mg | ± 30mg | ± 100mg | ± 300mg | ± 1000mg |
| 5 kg | ± 2,5 mg | ± 8,0mg | ± 25mg | ± 80mg | ± 250mg | ± 800mg | ± 2500mg |
| 10 kg | ± 5,0 mg | ± 16mg | ± 50mg | ± 160mg | ± 500mg | ± 1600mg | ± 5000mg |
| 20 kg | ± 10 mg | ± 30mg | ± 100mg | ± 300mg | ± 1000mg | ± 3000mg | ± 10g |
| 50 kg | ± 25 mg | ± 80mg | ± 250mg | ± 800mg | ± 2500mg | ± 8000mg | ± 25g |
| 100 kg | ± 160mg | ± 500mg | ± 1600mg | ± 5000mg | ± 16g | ± 50g | |
| 200 kg | ± 300mg | ± 1000mg | ± 3000mg | ± 10 g | ± 30g | ± 100g | |
| 500 kg | ± 800mg | ± 2500mg | ± 8000mg | ± 25 g | ± 80g | ± 250g | |
| 1000 kg | ± 1600mg | ± 5000mg | ± 16g | ± 50 g | ± 160g | ± 500g | |
| 2000 kg | ± 10 g | ± 30 g | ± 100 g | ± 300g | ± 1000g | ||
| 5000 kg | ± 25 g | ± 80 g | ± 250 g | ± 800 g | ± 2500g | ||
Eichung von Prüfgewichten (Nacheichung)
Prüfgewichtsstücke dürfen nur von speziellen Prüflaboren, welche von der DAkkS (Deutsche Akkreditierungsstelle) hierfür akkreditiert wurden, nachgeeicht werden.
Im Rahmen der Nacheichungen von Prüfgewichten nach Vorgaben der DAkkS werden zur Dokumentation Kalibrierscheine ausgestellt.
Eichgültigkeitsdauer von Gewichten
- Gewichte der Fehlergrenzenklasse E1 / E2: 4 Jahre
- Gewichte der Fehlergrenzenklassen F1, F2: 4 Jahre
- Gewichte der Fehlergrenzenklassen M1–M3: 4 Jahre
- Kontrollgewichte, alle Klassen: 1 Jahr
Da das Prüfgewicht zur Waage erst durch den Nachweis seiner Richtigkeit zum ISO-9000ff-konformen Prüfmittel wird, bieten wir Ihnen zu den Prüfgewichten auch einen passenden DKD-Kalibrierschein an. Der DKD-Kalibrierschein gilt als Nachweis der Richtigkeit des Gewichts und bietet die beste Voraussetzung für eine korrekte Waagenkalibrierung.
Erfahrungen und Referenzen von Prüfgewichten
Wer leistungsfähige Waagen braucht, mit denen er höchste Genauigkeiten einhalten kann, wendet sich am besten an einen professionellen Hersteller von solchen Waagen. BOSCHE GmbH & Co. KG ist ein solcher Hersteller, welcher für seine Erzeugnisse nicht nur höchste Qualität garantiert und einhält, sondern auch auf zahlreiche Referenzen von namhaften Unternehmen hinweisen kann.
Auf dem Spezialgebiet der Wiegetechnik ist das Unternehmen BOSCHE die erste Wahl mit einer umfangreichen Produktpalette, die unter anderem folgende Typen von Waagen umfasst: Industriewaagen, Logistikwaagen, Mobilwaagen, Agrarwaagen, Medizinwaagen, Kranwaagen und Sonderwaagen – sowie passendes Waagenzubehör.
Fazit
Auf zahlreichen Gebieten in Technik und Wirtschaft, wie beispielsweise in der Medizin- und Labortechnik, ist es notwendig, Artikel und Erzeugnisse mit höchster Genauigkeit abwiegen zu können. Hierzu braucht es Präzisionswaagen, die alle erforderlichen Voraussetzungen und Auflagen der modernen Wiegetechnik erfüllen. Das Unternehmen BOSCHE verfügt nicht nur über sämtliche Zertifizierungen, um auf diesem umfangreichen Spezialgebiet erfolgreich tätig zu sein, sondern steht mit einem erfahrenen Mitarbeiterstab jedem Interessenten von Waagen jeglicher Art mit Rat und Tat jederzeit zur Seite.
Häufig gestellte Fragen zu Prüfgewichten
Beide Begriffe bezeichnen oft dasselbe Gewichtsstück, unterscheiden sich aber im Verwendungszweck. Ein Justiergewicht wird genutzt, um die Anzeige einer Waage aktiv anzupassen (justieren) – die Waage „lernt" dabei den korrekten Wert. Ein Prüfgewicht dient dagegen der reinen Kontrolle: Es wird aufgelegt, um zu prüfen, ob die Anzeige noch innerhalb der zulässigen Toleranz liegt, ohne dass die Waage dabei verändert wird. In der Praxis verwenden viele Betriebe ein und dasselbe Gewicht für beide Zwecke – entscheidend ist, ob Sie die Waage anschließend justieren oder nur den Ist-Zustand dokumentieren.
Die empfohlene Nachkalibrierung richtet sich nach der Fehlergrenzenklasse: Gewichte der Klassen E2, F1, F2 sowie M1 bis M3 sollten alle 4 Jahre nachgeeicht werden, reine Kontrollgewichte jährlich. Für E1-Gewichte gelten aufgrund der extrem hohen Präzisionsanforderung häufig kürzere, individuell festgelegte Intervalle – sprechen Sie uns hierzu gerne direkt an. Die Nacheichung darf ausschließlich durch ein von der DAkkS akkreditiertes Prüflabor erfolgen und wird mit einem Kalibrierschein dokumentiert. Faustregel für die Praxis: Je häufiger ein Gewicht genutzt wird und je höher die Genauigkeitsanforderung, desto kürzer sollte das Kalibrierintervall gewählt werden – unabhängig von der Mindestvorgabe.
Ein DAkkS-Kalibrierschein ist ein Dokument eines akkreditierten Kalibrierlabors, das die Rückführbarkeit und Richtigkeit eines Prüfgewichts auf nationale Normale nachweist. Er ist die Voraussetzung dafür, dass ein Prüfgewicht als anerkanntes Prüfmittel im Sinne von ISO 9001 oder vergleichbaren QM-Systemen gilt. Zwingend vorgeschrieben ist er nicht für jede Anwendung – wer aber Waagen im Rahmen eines zertifizierten Qualitätsmanagements, für interne Audits oder für gesetzlich geregelte Wägeprozesse prüft, kommt in der Praxis kaum daran vorbei. Wir bieten daher zu unseren Prüfgewichten optional den passenden DAkkS-Kalibrierschein an.
Ja, grundsätzlich ist das möglich – solange die Genauigkeitsklasse des Gewichts für alle betroffenen Waagen ausreicht. Für die sogenannte Minimalprüfung genügt oft ein einzelnes Gewicht, dessen Nennwert mindestens 80 % der Höchstlast der jeweiligen Waage abdeckt. Wollen Sie den gesamten Wägebereich mehrerer Waagen mit unterschiedlicher Höchstlast vollständig prüfen (Komplettprüfung mit 25/50/75/100 %), benötigen Sie in der Regel einen abgestuften Gewichtssatz statt eines Einzelgewichts. Im Zweifel empfehlen wir, den größten Wägebereich als Grundlage für die Auswahl des Gewichtssatzes zu nehmen.
Prüfgewichte sollten trocken, staubfrei und vor Temperaturschwankungen geschützt gelagert werden. Fassen Sie Gewichte – besonders ab Klasse F aufwärts – möglichst nicht mit bloßen Fingern an, da Hautfette und Feuchtigkeit die Oberfläche und damit die Masse verändern können; nutzen Sie Handschuhe, Pinzetten oder Gabelgriffe.
Für Gewichte der Klassen E und F gilt zusätzlich: Gemäß DIN 8127:2007-11 / OIML R 111-1:2004 (Kap. 14.2.1) müssen Einzelgewichte und Gewichtssätze gegen Abnutzung oder Beschädigung durch Stöße und Erschütterungen geschützt aufbewahrt werden. So bleibt die Präzision und Genauigkeit langfristig erhalten. Wir empfehlen daher für Einzelgewichte dieser Klassen dringend ein passendes Kunststoff-Etui, gepolstert – bitte bei Einzelgewichten separat mitbestellen.