Die Auswahl richtet sich vor allem nach Plattformgröße und Wägebereich. In der Vergleichstabelle finden Sie typische Einsatzbereiche je Modell (RWS, RWM, RWL) sowie die technischen Daten zur schnellen Orientierung.
BOSCHE Radlastwaagen – mobile Achslastmessung für höchste Ansprüche
Mit einer Radlastwaage von BOSCHE messen Sie Radlasten, Achslasten und daraus abgeleitete Gesamtgewichte schnell, mobil und präzise. Eine korrekte Gewichtsverteilung auf die einzelnen Achsen ist Voraussetzung für verkehrssicheren Transport, stabile Fahreigenschaften und die Einhaltung zulässiger Lasten (z. B. zur Vermeidung von Überladung). Unsere Radlastwaagen sind für den Einsatz vom Caravan über leichte Nutzfahrzeuge bis hin zu schweren Lkw und Spezialfahrzeugen konzipiert – je nach Modell und Plattformgröße.
Alle BOSCHE Radlastwaagen sind je nach Ausführung eichfähig nach CE-M erhältlich und damit ideal für Anwendungen im eichpflichtigen Verkehr sowie für professionelle Prüfeinsätze. Weiterlesen...
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Mobile Fahrzeugverwiegung mit BOSCHE Radlastwaagen
Eine Radlastwaage besteht aus mindestens zwei plattformartigen Wägebrücken. Diese können stationär in den Boden eingelassen oder als mobile, handliche Version flexibel an wechselnden Einsatzorten genutzt werden. In der Praxis wird bei zwei Plattformen meist jede Achse einzeln verwogen und die Werte anschließend zum Gesamtgewicht addiert.
Für noch mehr Komfort kann ein Wägeterminal angeschlossen werden, das – abhängig vom System – die einzelnen Rad- bzw. Achslasten automatisch summiert und dokumentiert. So erhalten Sie eine schnelle, reproduzierbare und normgerechte Fahrzeugverwiegung.
Ideal für mobile Anwendungen: BOSCHE Radlastwaagen können bis zu 16 Wägebrücken auf gleicher Höhe miteinander verbinden. Damit eignen sie sich perfekt für jegliche Fahrzeuge, Flugzeuge sowie für:
- An- und Auslieferkontrollen im Wareneingang und -ausgang
- schnelle Überladungskontrollen von Lkw, Transportern und Anhängern
- wiederkehrende Messaufgaben mit mehreren Achsen (z. B. Sattelzüge, Tankwagen, Baufahrzeuge)
- Fahrwerks-, Rennsport- und Prüfstandsanwendungen (Radlastausgleich, Setup-Kontrolle)
- Lastverteilung und Schwerpunktbestimmungen
Vorteile der BOSCHE Radlastwaagen
✔ Flexibel einsetzbar: Mobil oder stationär, für Innen- und Außeneinsatz
✔ Präzise & robust: Hochwertige, eichfähige Edelstahl-Wägezellen und langlebige Konstruktion
✔ Kabellose Plattformen mit integrierter Lastanzeige / Display (IP68) – direktes Ablesen an der Waage ohne zusätzliche Verbindungskabel
✔ Datenübertragung per Funk (Funkmodul serienmäßig) zur komfortablen Auswertung am Terminal oder PC
✔ Leichtgängige Transportrollen und Tragegriffe für einfachen mobilen Einsatz
✔ Interne Stromversorgung mit wiederaufladbarem Akku (ca. 40 h Betriebsdauer) inkl. Ladegerät
✔ Antirutschgummis an der Unterseite für sicheren Stand auf verschiedenen Untergründen
✔ Edelstahl-Wägezellen in eichfähiger Ausführung für zuverlässige Messergebnisse
✔ DAkkS-Kalibrierschein oder Waagen-Prüfprotokoll optional verfügbar
Radlastwaage kaufen
Für unterschiedliche Einsatzzwecke bietet BOSCHE Radlastwaagen in drei Plattformgrößen: RWS (kompakt), RWM (mittel) und RWL (groß). Alle Varianten sind für den mobilen Einsatz ausgelegt und kombinieren robuste Bauweise mit präziser Messtechnik. Unterschiede bestehen im Wesentlichen in Plattformgröße, Eigengewicht und Wägebereich.
Orientierung für die Modellauswahl:
- RWS (kompakt): Ideal für Caravan, Campingfahrzeuge, Motorräder, Segelflugzeuge, UL und Automobilrennsport.
- RWM (mittel): Für Nutzfahrzeuge, Transporter, Sattelzüge und viele Standard-Lkw-Anwendungen.
- RWL (groß): Für schwere Anwendungen mit hoher Lastreserve, z. B. Baufahrzeuge, Sonderfahrzeuge und hohe Achslasten.
Gern unterstützen wir Sie bei der Auswahl der passenden Radlastwaage für Ihre Anforderungen.

Technische Details der BOSCHE Radlastwaagen im Vergleich
Die folgende Übersicht hilft Ihnen, die technischen Merkmale der einzelnen Radlastwaagen-Modelle schnell zu vergleichen und den passenden Wägebereich sowie die richtige Plattformgröße zu definieren.
| Merkmal | RWS (kompakt) | RWM (mittel) | RWL (groß) |
|---|---|---|---|
| Typische Einsatzbereiche / Fahrzeugtypen | Caravan/Campingwagen Motorräder Segelflugzeuge / UL Automobilrennsport |
Fahrzeuge (Nutzfahrzeugbereich) Sattelzüge Tanklastwagen |
Schwere Anwendungen mit hoher Lastreserve (je nach Ausführung bis 20.000 kg) |
| Abmessungen (B × L) | 400 × 565 mm | 450 × 750 mm | 500 × 950 mm |
| Ladefläche (B × L) | 400 × 500 mm | 450 × 750 mm | 500 × 900 mm |
| Höhe | 58 mm | 58 mm | 59 mm |
| Eigengewicht (ca.) | 18 kg | 28 kg | 46 kg |
| Wägebereich (Kurzangabe) | 1.500 – 15.000 kg | 6.000 – 15.000 kg | 6.000 – 20.000 kg |
| Wägebereiche / Teilung (d) | 1.500 kg (d=0,5 kg) 3.000 kg (d=1 kg) 6.000 kg (d=2 kg) 15.000 kg (d=5 kg) (bei geeichter Version: Einzelplattform max. 12.500 kg) |
6.000 kg (d=2 kg) 15.000 kg (d=5 kg) (bei geeichter Version: Einzelplattform max. 12.500 kg) |
6.000 kg (d=2 kg) 10.000 kg (d=5 kg) 15.000 kg (d=5 kg) 20.000 kg (d=10 kg) |
| Wägezellen | Edelstahl (eichfähig) | Edelstahl (eichfähig) | Edelstahl (eichfähig) |
| Zeichnung | ![]() |
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| Maße & Wägebereich (Kurz) | 400 × 565 mm 1.500 – 15.000 kg |
450 × 750 mm 6.000 – 15.000 kg |
500 × 950 mm 6.000 – 20.000 kg |
Alle Angaben in mm | Technische Änderungen vorbehalten
Messverfahren mit Radlastwaagen: dynamisch & statisch
Zur Bestimmung der Achslast mit einer Radlastwaage werden grundsätzlich zwei Messverfahren eingesetzt: die dynamische und die statische Radlastwägung. Je nach Anwendung und Genauigkeitsanforderung kommt das jeweils passende Verfahren zum Einsatz.
- Dynamische Radlastwägung: Das Fahrzeug überfährt die Wägebrücken mit konstanter, niedriger Geschwindigkeit (max. 5 km/h). Während der Überfahrt ermittelt das System die Rad- bzw. Achslasten.
- Statische Radlastwägung: Die Räder werden exakt auf den Wägebrücken positioniert (innerhalb der Zentrierungsbänder). Anschließend wird das Fahrzeug im Stand verwogen (z. B. Bremse lösen, Motor abstellen).
Für beide Verfahren gilt: Eine Verwiegung mit nahezu oder völlig platten Reifen ist nicht empfehlenswert, da dies die Wägebedingungen und somit die Messergebnisse verfälschen kann.
Optimale Wägebedingungen: Untergrund, Auflagefläche & Radlastausgleich
Damit Radlastwaagen ihr volles Präzisionspotenzial entfalten, müssen neben den Wägemodulen auch die Wägebedingungen passen. Empfehlenswert ist eine ebene, feste Auflagefläche mit einem Härtegrad von mindestens 100 kg/cm². Unebenheiten und weiche Untergründe können das Messergebnis negativ beeinflussen.
Zusätzlich sollte vor und nach der Wägeplattform ein angepasster Höhenbereich vorgesehen werden, der idealerweise mindestens doppelt so lang ist wie das längste zu verwiegende Fahrzeug. So wird ein gleichmäßiger Auffahr- und Abfahrwinkel gewährleistet.
Wenn regelmäßig Sattelschlepper, Tankwagen oder Baufahrzeuge mit mehr als zwei Achsen gewogen werden, empfehlen sich passende Höhenmodule. Für eine ebenerdige Fixierung von Radlastwaagen liefert BOSCHE auf Wunsch geeignete Grubenrahmen.
Für den Radlastausgleich platzieren Sie jedes Rad auf einem Wägemodul. Anschließend kann die Höhe an den Federbeinen des Fahrzeugs so justiert werden, dass die Werte links/rechts vorn sowie links/rechts hinten vergleichbar sind. Wichtig: Der Radlastausgleich erfolgt stets diagonal – soll z. B. vorn links mehr Last auf die Achse, muss das Federbein hinten rechts hochgeschraubt werden.
Service für Radlastwaagen
Radlastwaagen sind Präzisionsinstrumente. Damit die Messgenauigkeit langfristig erhalten bleibt, sind regelmäßige Wartung, fachgerechte Kalibrierung und – sofern erforderlich – die Eichung unverzichtbar. BOSCHE begleitet Sie über den gesamten Lebenszyklus Ihrer Waage: von der Inbetriebnahme über die wiederkehrende Prüfung und Dokumentation bis hin zur Instandsetzung.
DAkkS-Kalibrierung in Kooperation mit „graviCal“
Für Anwendungen mit hohen Anforderungen an Messsicherheit und Nachweisführung bieten wir eine DAkkS-Kalibrierung in Kooperation mit unserem akkreditierten Kalibrierlabor „graviCal“ an. Sie erhalten einen international anerkannten Kalibrierschein mit lückenloser Rückverfolgbarkeit Ihrer Messmittel.
Neben der Erstkalibrierung führen wir auch die DAkkS-Rekalibrierung Ihrer Radlastwaagen durch. So stellen Sie sicher, dass Ihre Messmittel dauerhaft innerhalb der vorgegebenen Toleranzen arbeiten und die Anforderungen an Qualitätsmanagement, Audits und Prüfprozesse langfristig erfüllt werden.
Je nach Ausführung können Radlastwaagen bis zu 12.500 kg DAkkS-kalibriert werden – ideal für Qualitätsmanagement, Prüfprozesse und Branchen mit besonders strengen Anforderungen an die Messmittelüberwachung.
Eichung nach gesetzlichen Vorgaben
Wann immer eine Radlastwaage im eichpflichtigen Verkehr eingesetzt wird, ist eine Eichung nach CE-M erforderlich. BOSCHE übernimmt für Sie die Abwicklung der Erst- oder Nacheichung und unterstützt bei der Auswahl der richtigen Ausführung. Die Eichgültigkeit beträgt in der Regel zwei bis drei Jahre. Bei sehr intensiver Nutzung empfiehlt sich eine jährliche Überprüfung, um Messabweichungen frühzeitig zu erkennen und ungeplante Stillstände zu vermeiden.
Wartung & Reparatur – dauerhaft einsatzbereit
Regelmäßige Wartung verlängert die Lebensdauer Ihrer Radlastwaage und erhöht die Betriebssicherheit. Im Rahmen unserer Serviceleistungen prüfen wir unter anderem Wägezellen, elektrische Verbindungen und Anzeigeeinheiten, führen Funktionschecks sowie Justierungen durch und ersetzen verschlissene Komponenten fachgerecht. So bleibt Ihre BOSCHE Radlastwaage auch im harten mobilen Dauereinsatz zuverlässig und einsatzbereit.
FAQ – Häufige Fragen zu Radlastwaagen
Die erreichbare Messgenauigkeit wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Dazu zählen unter anderem die Qualität der Wägezellen, der Zustand der Waage sowie die Aufstell- und Messbedingungen. In der Praxis spielen beispielsweise Achsabstand, Fahrwerkskonstruktion, die exakte Radpositionierung, Temperatur und die Bodenbeschaffenheit eine wichtige Rolle. Hochwertige Radlastwaagen können Genauigkeiten im Bereich von 0,1 % oder besser erreichen; je nach Einsatzbedingungen sind in der Praxis häufig Werte zwischen 0,1 % und 1 % möglich.
Bei der dynamischen Wägung überfährt das Fahrzeug die Wägebrücken mit niedriger, konstanter Geschwindigkeit (bis max. 5 km/h). Bei der statischen Wägung werden die Räder exakt auf den Plattformen positioniert und das Fahrzeug stehend verwogen.
Empfohlen wird eine ebene Auflagefläche mit einem Härtegrad von mindestens 100 kg/cm². Zusätzlich sollten vor und nach den Plattformen angepasste Höhenbereiche berücksichtigt werden, um ein sauberes Auffahren sowie reproduzierbare Ergebnisse zu unterstützen.
Eine Eichung ist erforderlich, wenn die Radlastwaage im eichpflichtigen Verkehr eingesetzt wird. Die Eichgültigkeit beträgt in der Regel zwei bis drei Jahre; bei intensiver Nutzung ist eine jährliche Überprüfung empfehlenswert.
Die DAkkS-Kalibrierung liefert einen international anerkannten Kalibrierschein mit dokumentierter Rückverfolgbarkeit. In Kooperation mit dem akkreditierten Kalibrierlabor „Gravical“ kann BOSCHE Radlastwaagen je nach Ausführung bis 12.500 kg DAkkS-kalibrieren – insbesondere für QM-, Prüf- und Dokumentationsanforderungen.


