Alles eine Frage der Gewichtung

Vom Unterschied der Mehrteilungs- und Mehrbereichswaagen

Wenn man sich mit dem Thema Waagenarten auseinandersetzt kommt man früher oder später auf Begriffe wie Mehrbereichs- oder Mehrteilungswaage. Vom Begriff her erschließt sich der Unterschied zunächst nicht unbedingt eindeutig, man muss sich mit den möglichen Einsatzbereichen dieser beiden Waagenausführungen und den daraus resultierenden Anforderungen beschäftigen.

Die Mehrbereichswaage hat mindestens zwei (Zweibereichswaage), am häufigsten drei (Dreibereichswaage) Wägebereiche. Bei steigender Belastung über einen der definierten Wägebereiche hinaus, wechseln automatisch die Anzeigeschritte. Einmal im höheren Modus bleibt die Waage auch bei Rückkehr der Belastung in den unteren Wägebereich bei der niedrigeren Auflösung (Ziffernschritt).

Mehrteilungwaage_Mehrbereichwaage

Beispiel:

Eine Waage mit einem Wägebereich von 3000 kg, aufgeteilt auf 3 Wägebereiche (Dreibereichswaage:
0 - 600 kg, Ablesbarkeit/Ziffernschritt/Auflösung: 200 g
600 - 1500 kg, Ablesbarkeit/Ziffernschritt/Auflösung: 500 g
1500 - 3000 kg, Ablesbarkeit/Ziffernschritt/Auflösung: 1000 g

mehrbereichswaage

Bei der Mehrteilungswaage kann man von mehreren verschiedenen Waagen in einer sprechen. Hier sind die Teilbereiche mehrfach untergliedert mit unterschiedlichen Skaleneinteilungen. Abhängig von der aufgebrachten Last springt die Waage in den entsprechenden Messbereich mit der dazugehörigen Auflösung. Ändert sich das Gewicht springt sie wieder in den dafür passenden Modus mit der dafür definierten Auflösung (kleinere oder größere Ziffernschritte). Die Waage  passt sich also automatisch ihrem Einsatzgebiet an. Auch ist durch Tarierung das Umschalten von einer gröberen in eine feinere Auflösung möglich. Mehrteilungswaagen bieten dem Anwender auf Grund der Rückkehr in die feinere Auflösung ohne vollständige Entlastung der Waage höhere Flexibilität im Vergleich zu Mehrbereichswaagen. Damit kann man sich meistens die Anschaffung verschiedener Waagen ersparen.

mehrteilungswaage

Beispiel:

Sie wollen einen Behälter mit 85 kg Eigengewicht und 29 kg Inhalt (z.B. eine chemische Substanz) wiegen. Bei einer 150 kg Mehrbereichswaage wären sie im 3. und höchsten Bereich und einer Auflösung von z.B 50 g Schritten, können also die chemische Substanz nicht mehr so präzise wiegen und evtl. Zusätze nicht so genau dosieren. Bei einer Mehrteilungswaage können sie das Eigengewicht des Behälters (85 kg) tarieren. Damit sind sie im untersten Messbereich, da die Substanz nur 29 kg wiegt. Jetzt ist es möglich in einer höheren Auflösung von z.B. 10 g genauere Dosierungen vorzunehmen.

Der Vollständigkeit halber sei hier noch eine sinngemäße Darstellung aus Richtlinien, Gesetzen und Normen dargestellt:

Mehrbereichswaage:
Geräte mit zwei oder mehr Messbereichen mit unterschiedlichen Nennlasten und unterschiedlichen Skalenintervallen für denselben Lastaufnehmer, wobei sich jeder Bereich von Null bis zur Nennlast erstreckt.

Mehrteilungswaage:
Geräte mit einem in mehrere Teilbereiche untergliederten Messbereich, wobei jeder Teilbereich eine andere Teilung hat. Der Gewichtsbereich wird sowohl für abnehmende als auch für zunehmende Lasten in Abhängigkeit von der Last automatisch bestimmt.

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