Ausgangssignale von Wägezellen
Was für Ausgangssignale gibt es?
- Analoge Wägezelle = Ausgangssignal mV/V
- Analoge Wägezelle mit integriertem Messverstärker = Ausgangssignal 0-10V oder 4-20mA
- Digitale Wägezelle mit integriertem Messwandler = Ausgangssignal über eine RS485-Schnittstelle
Wie funktioniert die digitale Wägezelle?
Das Grundprinzip der digitalen Wägezelle ist gleich dem der analogen DMS-Wägezelle. Der Unterschied ist, dass die Signale intern umgewandelt werden. Der Widerstand des DMS wird in der Wägezelle mit Hilfe eines integrierten DMS-Messverstärkers und eines A/D-Wandlers von mV/V in ein digitales Datenprotokoll gewandelt und per RS485-Schnittstelle ausgegeben.
Parameter RS485: Anzahl Teilnehmer = bis 32; maximale Leitungslänge = 1.200 m; maximale Datenübertragungsrate = 12 Mbps; 2-Leiter-Technik.
Wägezelle messen
Funktionsprüfung Wägezelle
Überlastfehler Wägezelle
Bevor man den Widerstand einer Wägezelle messen kann, muss diese abgeklemmt werden, d. h. frei von Spannungsquellen sein.
Prüfspannung des Messgeräts beachten, diese darf die Nennspannung der Wägezelle nicht überschreiten!
Widerstand der Wägezelle messen
Brückenwiderstand
Eingangswiderstand*: Wird zwischen den beiden Leitern der Wägezelle EXC+ und EXC- gemessen. Dieser Wert ist konstant.
Ausgangswiderstand*: Der Ausgangswiderstand im unbelasteten Zustand der Wägezelle sollte dem Wert aus dem Datenblatt entsprechen. Bei Belastung der Wägezelle ändert sich dieser Wert. Nach dem Entlasten der Wägezelle muss der Wert auf den ursprünglichen Nennwert zurückfallen. Ist dies nicht gegeben, weist die Wägezelle einen Fehler auf. Gemessen wird zwischen den Leitern SIGNAL+ und SIGNAL-.

Isolationswiderstand
Der Isolationswiderstand der Wägezelle gibt Aufschluss über die Funktionstüchtigkeit der Dehnungsmessstreifen im Inneren der Wägezelle.
∞ deutet auf eine Unterbrechung des DMS hin. Ein Isolationswert < 5.000 MΩ hingegen auf einen Kurzschluss.
Gemessen werden sollte jeder Leiter einzeln gegen das Gehäuse, bzw. den Federkörper der Wägezelle.
* Eingangswiderstand und Ausgangswiderstand der Wägezelle sind dem Datenblatt zu entnehmen.

Wägezellen Ausgangssignal / Nullsignal
Um das Ausgangssignal einer Wägezelle bei Nennlast (maximale Kapazität) zu berechnen, benötigen Sie den Nennkennwert (mV/V) der Wägezelle sowie die Speisespannung.
Den Wert der Speisespannung entnehmen Sie bitte aus dem Datenblatt Ihrer Auswertelektronik.
Für unsere Berechnung nehmen wir 5V, da dieser Wert für die meisten Anwendungen zutrifft.
Das Ausgangssignal der Zelle lässt sich wie folgt berechnen und prüfen. Nur unter Laborbedingungen möglich.


Passende Komponenten zum Messen und Prüfen
Weiterführende Themen im Wägezellen-Ratgeber
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